Sonne |
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Die Sonne ist für uns der nächste Stern. Der
Zweitnächste, Proxima Centauri, ist ungefähr 250.000 mal weiter entfernt. Die Sonne ist ein großer, glühendheißer Ball aus Wasserstoff und Helium. Sie hat den 109 fachen Durchmesser der Erde und die 333000 fache Masse. Die Sonne und alle anderen Sterne erzeugen ihre Energie aus Kernfusion. Im Sonnenkern reichen Temperatur und Dichte dazu aus Wasserstoffkerne in Helium zu erschmelzen. In jeder Sekunde verschmelzen ca. 680 Mill. Tonnen Wasserstoff zu 676 Mill. Tonnen Helium. Die Differenz von ca. 4 Mill. Tonnen wird nach der Formel (Einsteins Relativitätstheorie) E = M * C² zu Energie umgewandelt. Diese gewaltige Menge an Energie würde dazu ausreichen das Wasser in allen Ozeanen der Erde innerhalb einer Sekunde zum Kochen zubringen. (Und das in jeder Sekunde neu!) Die Sonne erzeugt diese Energie seit ungefähr 5 Milliarden Jahren und man erwartet, dass sie es noch einmal solange tun wird. Die Beobachtung der Sonne mit Teleskopen zeigt hin und wieder Sonnenflecken, Gebiete die etwas kälter als ihre Umgebung sind, deren Häufigkeit an einem ca. 11 jährigen Zyklus geknüpft ist. Sonnenflecken sind mit starken Emissionen im Radiobereich und mit Partikelströmen, die die Polarlichter auslösen, verbunden. Einige zusätzliche Daten: Mittlere Entfernung von der Erde 149,598 Millionen Km (=1AE / astronomische Einheit) Durchmesser: 1,392 Millionen Km Temperatur der Oberfläche: etwa 5510 °C Temperatur im Inneren: knapp 15 Millionen °C Mittlere Dichte: 1,41 g/ cm3 Leuchtkraft: 3,8 *10^26 Watt (Energieabgabe) Davon erhält die Erde nur 92 Milliardstel. ACHTUNG ! Sonnenbeobachtung: Gefahr für die Augen? Man weiß inzwischen, dass man niemals mit einem Fernglas oder Teleskop ohne geeignete Schutzmaßnahmen in die Sonne blicken darf. Aber auch mit dem bloßen Auge darf man niemals die Sonne direkt ansehen. Man riskiert schwere Augenschäden, die bis zur Erblindung führen können. Fehler bei der Sonnenbeobachtung ziehen fast immer einen Verlust an Sehkraft des Auges nach sich. Denn die Augenlinsen fokussieren die Sonnenstrahlen auf die Netzhaut. Vor allem der ultraviolette und der infrarote Anteil der Sonnenstrahlen erzeugen Brennflecken auf der Netzhaut und zerstören irreparabel einen Teil der Stäbchen und Zapfen in der Netzhaut, deren photochemische Reaktionen den angeschlossenen Nerven erst den Seheindruck vermitteln. Zum Teil liegt die Gefahr auch darin, dass die Netzhaut schmerzunempfindlich ist. Der schädliche Lichteinfall wird deshalb nicht sofort bemerkt - man spürt eben zunächst nichts, keinen Schmerz, kein Kribbeln - nichts. Wenn man feststellt, daß etwas nicht stimmt, dann ist es schon zu spät. Bei einer totalen Sonnenfinsternis am 07. März 1970 wurden in den USA 145 Fälle bekannt, bei denen Menschen durch ihre unvorsichtigen Sonnenbeobachtungen das Augenlicht ganz oder fast vollständig verloren haben. Zur sicheren Sonnenbeobachtung benötigt man geeignete Filter. Sie sollen im sichtbaren Bereich des Spektrums (380 bis 780nm / 1nm = 1milliardstel Meter) nur 0,01% des Sonnenlichtes durchlassen und im nahen Infrarot (780 bis 1400nm) nicht mehr als 0,5 Prozent Transmission aufweisen. Selbst die üblichen "Hausmittel" wie doppelte Sonnenbrillen, berußte Gläser oder geschwärzte Filme bieten keinen ausreichenden Schutz. Sicher sind hingegen sogenannte Schweißerbrillen bzw. Schweißschutzspiegel mit Filterfaktor 12A oder 13A für Elektro - Schweißgeräte. ( Optiker-Brillen-Fach-Geschäfte bieten zum Teil auch gegen Entgelt Schutzbrillen an.) Bei Beobachtungen mit dem Fernglas oder Teleskop müssen für diese optischen Geräte unbedingt passende Objektivschutzfilter mit der Dichte ND 5,0 benutzt werden. | |