Mond

Mond
Der Mond ist ein natürliche Satellit unserer Erde. Merkur und Venus sind die einzigen Planeten in unserem Sonnensystem, welche keinen Mond besitzen.

Der Mond begleitet die Erde bei ihrem Jahresumlauf um die Sonne. Die Sichtbarkeit des Mondes ist stark von der Konstellation zwischen Erde, Sonne, Mond und dem augenblicklichen Standpunkt des Betrachters auf der Erdoberfläche abhängig. Aus diesem Grunde haben wir auch die unterschiedlichen Mondphasen, vom Neumond über erstes Viertel (zunehmender Halbmond), zum Vollmond, über letztes Viertel (abnehmender Halbmond) und wieder zum Neumond.

Der Mond übt auf unserer Erde eine starke physikalische Wirkung aus. Er ist für die Entstehung der Gezeiten (Ebbe und Flut) verantwortlich. Die Flutberge bremsen die Erde ab. Dadurch verliert die Erde laufend Energie ihres Drehimpulses und die Tageslänge nimmt in 100.000 Jahren um 1,6 Sekunden zu. Vor 400 Millionen Jahren betrug der Erdentag nur 22 Stunden und das Jahr hatte damals 400 Tage. Im gleichem Maße erhält der Mond Drehimpulsenergie von der Erde. Dadurch vergrößert sich der mittlere Abstand zum Mond um 4 Zentimeter pro Jahr. Das heißt, der Mond entfernt sich immer weiter von der Erde. Erde und Mond umlaufen sich um ihrem gemeinsamen Schwerpunkt. Durch ihr Massenverhältnis von 1:81 liegt der gemeinsame Schwerpunkt noch innerhalb der Erde, genau gesagt 1700Km unter der Erdoberfläche.

Trotz teilweise gegensätzlicher Meinung in der Bevölkerung, für das Wettergeschehen auf der Erde ist der Mond nicht verantwortlich.

Die Umlaufbahn des Mondes folgt ungefähr der Ekliptik (Sonnenbahn). Die Abweichung beträgt in etwa plus - minus 5°. Es gibt den aufsteigenden Bahnknoten und den absteigenden Bahnknoten. Hier bei handelt es sich um die Kreuzungspunkte zwischen Mondbahn und Ekliptik. Beim Kreuzen der Mondbahn über die Ekliptik, das heißt von der unteren zur oberen Bahn (aufsteigender Knoten) oder umgekehrt (absteigender Knoten), kann es zu einer Sonnen - oder Mondfinsternis kommen. Wenn sich gerade die Konstellation ergibt, dass die Sonne, Mond und Erde genau in einer Reihe hinter einander stehen, so dass entweder der Mond zwischen Sonne und Erde steht oder die Erde zwischen Sonne und Mond steht, dann sprechen wir von einer Sonnen - oder von einer Mondfinsternis. Bei jeder dieser Finsternisse steht der Mond entweder in Neumond - oder Vollmondstellung.

Noch einmal:
Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond genau zwischen Sonne und Erde, der Mond verdeckt die Sonnenscheibe. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde genau zwischen Sonne und Mond, so dass der Mond genau in dem weit in den Weltraum reichenden Erdschatten steht und darum kein Sonnenlicht bekommt und stark abgedunkelt erscheint. Da der Sonnendurchmesser vierhundert mal größer als der Monddurchmesser ist, aber die Sonne auch im Mittel vierhundert mal weiter entfernt ist, sind die scheinbaren Durchmesser von Sonne und Mond von der Erde aus gesehen etwa gleich groß. Dadurch kann es je nach der Entfernung von Sonne oder Mond zur Erde zu einer totalen oder ringförmigen Sonnenfinsternis kommen.

Die Oberfläche des Mondes ist von Einschlagkratern übersät. Diese entstanden durch tausende von Meteoriteneinschläge in grauer Vorzeit. Da der Mond keine Atmosphäre besitzt, tritt auch keine Verwitterung ein und somit kommt es auch, nach längeren Zeiträumen, zu keiner Veränderung der Landschaftsoberfläche.

Für Fernrohrbeobachtungen ist der Mond ein dankbares Objekt. Durch seine Helligkeit und seiner Nähe zur Erde sind schon mit einem kleinen bis mittlerem Teleskop Krater, Zentralberge, Ringgebirge, Täler, großflächige Mare und selbst Rillen und Verwerfungen gut zu sehen.

Einige zusätzliche Daten:
Mittlere Entfernung von der Erde: 384.401 Km
Im Apogäum (größte Entfernung): 406.700 Km
Im Perigäum (kleinste Entfernung): 356.500 Km
Durchmesser: 3.476 Km
Masse: 7,350 * 10^25 g
Mittlere Dichte: 3,3g / cm^3
Länge des Sonnentages (Synodischer Monat): 29d 12h 44m
Temperaturen (max.): + 120°C Tagesseite (am Boden)
Temperaturen (min.): - 130°C Nachtseite (am Boden)