Kugelsternhaufen sind Konzentrationen von großen Sternansammlungen, die in unserer Galaxis
häufiger vorkommen. Auch in anderen Galaxien konnte man diese
Haufen nachweisen. Es handelt sich hier um astronomische Objekte, die im Gegensatz zu offenen
Sternhaufen eine total andere Form haben. Kugelsternhaufen sind viel stärker konzentriert und
wie ihr Name schon sagt sie sind kugelförmig. Sie haben alle ein hohes kosmisches Alter so um
die zehn Milliarden Jahre oder mehr. Sie gehören der Population II an und besitzen nur wenig
schwere Elemente. Sie sind ungleich weiter entfernt als offene Sternhaufen, so etwa um Zehntausend
Lichtjahre oder mehr.
Der größte und bekannteste
Kugelsternhaufen am nördlichen Himmel ist unter der Bezeichnung M 13
oder NGC 6205 bekannt und steht
im Sternbild "Herkules".
Die Anzahl an Sternen in diesen Gebilden wird
auf einige Tausend bis zu einer Million geschätzt. Die größeren Kugelsternhaufen
können selbst mit den größten Teleskopen im Zentrum nicht aufgelöst werden.
Unter sehr guten Sichtverhältnissen können Kugelsternhaufen mit bloßem Auge schon
als diffuses, nebliges Fleckchen wahrgenommen werden. Die relativ großen Entfernungen
resultieren daraus, dass sich diese Objekte immer im Halo der Galaxis befinden, also in den
Außenbezirken unserer Milchstraße. Die Konzentration im Zentrum eines Haufens ist ca.
um den Faktor Tausend größer als in unserer Sonnenumgebung. Die größten
Kugelsternhaufen sind am südlichem Himmel zu sehen.