Fälschlicherweise werden auch zum Teil Galaxien als Nebel bezeichnet (z.B.
großer Andromeda Nebel. Gemeint ist aber die Andromeda - Galaxis M31). Dieses beruht darauf,
dass früher in den für die damalige Zeit relativ kleinen optischen Instrumenten die
Galaxien nur sehr schwach leuchtende Gebilde waren und dadurch nur ein diffuses, nebeliges Aussehen
hatten.
Der Raum zwischen den Sternen ist nicht leer. Hier herrscht ein extrem dünnes Vakuum.
Aber auch Materie in Form von Gas und Staub können dort vorhanden sein. Wir unterscheiden hier
bei interstellaren Gasen, die im wesentlichen aus neutralem aber auch aus ionisiertem Wasserstoff (H II)
bestehen können. Ein geringerer Teil des interstellaren Gases besteht aber auch aus Helium.
Schwere chemische Elemente sind hierbei nur in ganz geringen Spuren vorhanden.
Außerdem gibt
es auch Dunkelnebel. Das sind interstellare Staubwolken, die das hinter ihr stehende Sternenlicht
abschwächen oder ganz verdecken. Der bekanntste Dunkelnebel dürfte für uns der
Pferdkopfnebel (B33) im Sternbild Orion sein. Hier wird ein Emissionsnebel
aus ionisiertem Wasserstoff (H II) von den in seiner Nähe stehenden Fixsterne durch ihre
energiereiche Strahlung zum Leuchten gebracht. Vor diesem hellen Hintergrund wird der dunkle
Pferdekopfnebel kontrastreich hervorgehoben. Wie schon erwähnt, werden Emissionsnebel aus
Wasserstoff durch energiereiche Strahlung von benachbarten Sternen zum Leuchten gebracht.
Wir kennen genügend Beispiele: Großer Orionnebel (M42), Adlernebel (M16), Omeganebel (M17) usw.
Außerdem kennen wir noch die sogenannten Reflexionsnebel. Das sind Nebel oder Wolken, die das
helle Licht von Nachbarsternen reflektieren wie z.B. die Nebelreste zwischen den Sternen der Plejaden (M45).