Mit einem optischen Hilfsmittel zur Himmelsbeobachtung kann vieles anschaulicher werden. Doch welches
Gerät?
Ein ganz gewöhnlicher Feldstecher bringt uns den Himmel schon ein gutes Stück näher. Der Feldstecher
hat den Vorteil gegenüber einem Teleskop, dass er vielseitiger eingesetzt werden kann, so auch zur Beobachtung
im Gelände und im Urlaub. Falls ein Feldstecher eingesetzt wird, wird dringend ein geeignetes Stativ
benötigt, damit eine ruhige Himmelsbeobachtung möglich ist.
Geeignete Feldstecher haben folgende Daten: 8 mal 30 - 50 oder 10 mal 40 - 60 oder 12 mal 50 - 80 oder 16 mal 60 -
80 oder größer.
Bei einem Teleskop wird es schon schwieriger. Neben einem brauchbaren Teleskop gehört vor allem eine stabile,
spielfreie, parallaktische Montierung und ein standfestes Stativ dazu.
Bei einem Teleskop unterscheiden wir zwischen einem "Refraktor" (Linsenteleskop) und einem "Reflektor"
(Spiegelteleskop). Beide Typen bieten gute Möglichkeiten zu Himmelsbeobachtungen. Für ein Linsenteleskop
(LT) sollte eine Öffnung von mindestens 60 mm angestrebt werden. Allgemein gilt je größer desto
besser.
Beim LT entstehen durch die Glaslinsen an hellen Objekten Farbsäume. Diese können zwar reduziert werden
durch andere Glassorten, aber nur mit größtem Aufwand und erheblich höherem Preis. LT sind gut
für Mond und Planetenbeobachtungen, für lichtschwache Objekte fehlt meistens hier die größere
Öffnung.
Spiegelteleskope haben häufig eine größere Öffnung bei gleicher Preislage gegenüber einem
LT. Hier sollte die Öffnung mindestens 100 mm betragen. Durch die größere Öffnung können
besser lichtschwache Himmelsobjekte betrachtet werden. Ein Spiegelteleskop (ST) kann zur Beobachtung von
Galaxien, Emissionsgebieten, Planetarische Nebel,
Sternhaufen u.s.w. vorzugsweise eingesetzt werden. Natürlich
können auch der Mond und die Planeten beobachtet werden.
Für beide Gerätetypen kann durch Auswechseln der Okulare die Vergrößerung geändert
werden. Als Faustformel gilt hier: Geräteöffnung in mm = stärkste Vergrößerung, z.B. 80
mm Öffnung max. Vergrößerung achtzigfach. Die in manchen Prospekten angegebenen abenteuerlichen
Vergrößerungen entsprechen nicht der Realität und sind nicht nutzbar.
Eine gute parallaktische Montierung dient zur Nachführung der Gestirne und damit zum Ausgleich der Erddrehung.
mit einer guten spielfreien parallaktischen Montierung ist es möglich, ein Teleskop richtig für eine
genussreiche Himmelsbeobachtung einzusetzen.
Wer billigste Angebote von Kaufhäusern ungeprüft einsetzt, wird meistens sehr enttäuscht sein und
sich nie mehr für die Himmelsbeobachtung begeistern. Schade!
Man sollte bei der Sonnenbeachtung die entsprechenden Hinweise beachten!
Da es leider in dieser Kurzform nicht machbar ist auf alle Möglichkeiten der Beobachtungstechnik einzugehen
sollte von der unten angegebenen "Fachliteratur" Gebrauch gemacht werden.
z.B. Heinz-Joachim Klötzler "Das Astro-Teleskop für Einsteiger" Franckh - Kosmos - Verlag ISBN 3-440-07833-7 / 24,90 DM